Stress geschickt vermeiden
10 typische Stress-Fallen und wie Sie ihnen entkommen


Stress gehört zum Leben und kann Sie sogar leistungsfähiger machen – solange Sie dabei nicht übertreiben. Wie Sie gegensteuern können, wenn Sie in eine Stress-Falle geraten
Stressfalle
Stress: Ein Minenfeld für Ihr Gemüt. Lassen Sie sich bloß nicht verrückt machen

Falle Nr. 1: „Ich möchte es doch so gut wie möglich machen!“

So steuern Sie gegen:
Lernen Sie, Ihre Erwartungen zurückzuschrauben. Überdenken Sie Ihre Ansprüche – an sich selbst und an die anderen: Es muss nicht immer alles perfekt sein, weder im Job noch zu Hause. Was Sie in der Werbung sehen, ist „Heile-Welt-Wunschdenken“ und hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Lassen Sie auch mal fünf gerade sein.

Falle Nr. 2: „Wie soll ich die ganze Arbeit bloß schaffen?“

So steuern Sie gegen:
Verzichten Sie auf ausgeklügelte Zeitpläne – die schüchtern Sie nur noch weiter ein. Fangen Sie am besten einfach erst mal an. Arbeiten Sie zügig, aber nicht oberflächlich. Konzentriert arbeiten lässt sich am besten vormittags oder nach 16 Uhr. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gefühl dafür, wo Sie Prioritäten setzen müssen. Und denken Sie daran: Überall wird nur mit Wasser gekocht, auch wenn es für Sie manchmal anders scheint.

Falle Nr. 3: „Wenn ich nur lange und gründlich genug nachdenke, fällt mir irgendwann etwas ein...“

So steuern Sie gegen:
Messen Sie doch mal die Zeitspanne, in der Sie sich gedanklich mit einem Problem beschäftigen, sprich grübeln. Bald merken Sie: Sie verschwenden eine Menge Zeit ohne brauchbares Ergebnis. Verlassen Sie also die Gedankenspirale und mischen Sie lieber aktiv mit! Gestalten Sie Ihr Leben selbst. Grübeln Sie nicht lange herum, sondern tun Sie, was Sie können. Alles Weitere steht nicht in Ihrer Macht.

Falle Nr. 4: „Ich bin andauernd verkrampft, kann mich einfach nicht entspannen.“

So steuern Sie gegen:
Bewegen sie sich! Bei körperlichen Aktivitäten stellt sich Entspannung meist von selbst ein. Denn Stresshormone werden dabei abgebaut. Suchen Sie sich etwas, das Ihnen Spaß macht. Es spielt keine Rolle, ob Sie lieber Ihren Hund ausführen, im Garten buddeln, sich aufs Fahrrad schwingen oder Entspannungs- Techniken erlernen. Hauptsache, Sie tun’s.

Falle Nr. 5: „Ich fühle mich ausgebrannt, irgendwann kippe ich noch um!“

So steuern Sie gegen:
Wahrscheinlich gönnen Sie sich nicht genug Pausen. Erholung ist notwendig, damit Sie gesund bleiben. Nur wer seine Arbeit auch einmal für ein paar Minuten unterbricht, kann neue Kräfte tanken. Lassen Sie die Gedanken schweifen, und schauen Sie den Wolken nach, beobachten Sie die Vögel. Auch in der Freizeit sind Pausen wichtig: Stopfen Sie Ihre Abende und Wochenenden nicht mit Terminen voll. Suchen Sie sich ein Hobby, bei dem Sie abschalten und vergessen können.

Falle Nr. 6: „Ich habe das Gefühl, mit den anderen einfach nicht mithalten zu können! Das setzt mich unter Druck.“

So steuern Sie gegen:
Vergleichen Sie sich nicht immer mit anderen, die alles scheinbar viel „cooler“ wegstecken. Geben Sie – jetzt gleich – den Gedanken auf, alle haben es besser, sind gesünder, schöner, wohlhabender. Im Einzelfall mag das stimmen. Aber Sie sind unverwechselbar. Legen Sie die Betonung auf Ihre Schokoladenseiten, dann merken Sie bald, was auch andere an Ihnen schätzen.

Falle Nr. 7: „Ich habe Angst davor, kritisiert zu werden. Danach mache ich noch mehr Fehler.“

So steuern Sie gegen:
Die wenigsten Menschen können mit Kritik locker umgehen. Erst recht nicht, wenn sie von Vorgesetzten kommt. Verlieren Sie zwei Punkte nicht aus dem Blickfeld. Nr.1: Checken Sie, ob die Kritik berechtigt ist. Sie können eine vertraute Person fragen, wie diese die Situation einschätzt. Möglicherweise hatte Ihr Chef einfach schlechte Laune. Nr.2: Kritik kann sich nur auf eine bestimmte Verhaltens- oder Arbeitsweise beziehen. Machen Sie sie nie an Ihrer Person fest und gehen Sie auch nicht davon aus, dass andere dies tun.

Falle Nr. 8: „Ich möchte nicht mit anderen streiten, ärgere mich aber doch oft insgeheim. Ein Teufelskreis.“

So steuern Sie gegen:
Vermeiden Sie Pauschalisierungen – „Ich muss einfach lernen, mich durchzusetzen...“ – , sondern betrachten Sie jede Situation für sich genommen. Dann können Sie besser abschätzen, wie sehr Sie sich im speziellen Fall ärgern und dementsprechend reagieren. Ihren Standpunkt deutlich zu vertreten, können Sie in Diskussionen zu unverfänglichen Themen üben. Wenn Sie feststellen, dass andere Sie respektieren, wächst Stück für Stück Ihr Mut. Und kommt es doch einmal zum Krach, sagen Sie sich: Ein Gewitter reinigt. Gewöhnlich bessert sich die Stimmung nach einem Streit.

Falle Nr. 9: „Ich sehe alles durch die Negativ-Brille. So fühle ich mich eigentlich immer schlecht.“

So steuern Sie gegen:
Klinken Sie sich so gut wie möglich in die Realität ein. Dabei hilft es, wenn Sie anderen Ihr Herz ausschütten und sich Mut machen lassen können. Erledigen Sie unangenehme Aufgaben so bald wie möglich, damit Sie weniger Zeit haben, um sich Sorgen zu machen. Und gewöhnen Sie sich an, auf schwierige Momente in der Vergangenheit zurückzublicken. Wetten, dass Sie oft nicht gedacht hätten, dass alles so gut verlaufen würde?

Falle Nr. 10: „Ich nehme mir immer viel zu viel vor, auch in meiner Freizeit.“

So steuern Sie gegen:
Unsere freie Zeit können wir selbst gestalten. Folge: Wir wollen meist alles auf einmal. Da das nicht möglich ist, passen Sie Ihre Freizeit den eigenen Bedürfnissen an. Heißt im Klartext: Bitten Sie um Verständnis für Ihr „Nein“, wenn die Schwiegereltern schon wieder Ihren Sonntag verplanen wollen. Bei dringenden sozialen Pflichten halten Sie sich vorher oder nachher Zeit zum Ausgleich für sich selbst frei.



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